Lege vor wiederkehrenden Meetings fünfminütige Vorlaufzeiten fest, von denen eine Minute der Atmung gehört. Benenne den Eintrag neutral, zum Beispiel Reset, damit du nicht abgelenkt wirst. Nutze farbliche Markierungen, um Übergänge sichtbar zu machen. Ein kurzer Blick auf diese Anker erinnert dich zuverlässig, auch an hektischen Tagen. Mit der Zeit verknüpft dein Gehirn das Klingeln eines Kalendersigntons automatisch mit einem längeren Ausatmen. Dieses konditionierte Signal senkt Stress, noch bevor das Meeting beginnt, und hilft, präsenter aufzutauchen.
Beim Gang zur Küche oder zum nächsten Raum kannst du langsam durch die Nase einatmen, doppelt ausatmen oder den Ausatem auf doppelte Einatemlänge verlängern. Der Körper liebt Rhythmus, und Gehen liefert einen taktvollen Rahmen. Zwei Treppenstufen pro Ausatem schaffen einen spielerischen Anker. Das macht die Übung alltagstauglich, ohne zusätzliche Zeit zu kosten. Nach mehreren Durchläufen fühlst du dich geerdeter, stehst aufrechter und beschäftigst dich weniger mit unnötigen inneren Kommentaren, bevor du wieder Platz nimmst.
Wenn Teams ein gemeinsames Reset-Signal nutzen, sinken Reibungen, und Meetings starten fokussierter. Beginnt der Host mit einer stillen Minute, folgen andere leichter. Kommuniziere das als Leistungshelfer, nicht als esoterische Pflicht. Teile kurze Erfahrungen: weniger Unterbrechungen, schnellere Entscheidungen, freundlichere Diskussionen. Ermutige Kolleginnen und Kollegen, ihre Lieblingsvariante zu finden. Eine regelmäßige Check-in-Frage am Ende der Woche sammelt Feedback und Ideen. So entsteht eine einfache, respektierte Praxis, die alle schützt, ohne zusätzlichen Aufwand zu erzeugen.